Leipzig und seine Gelder

Mai 4, 2007

Seit zwei Tagen haben wir nun eine neue Asphaltschicht in unserem kleinen schnöden Marienbrunn im Süden Leipzigs. Toll. In der letzten Woche kam ganz überraschend ein Zettel der Baufirma: Parkverbot am 2. und 3. Mai wegen Straßenarbeiten. Es informierte die Baufirma, nicht etwa die Stadt. Und so kurzfristig wie möglich, damit sich auch keiner aufregen würde. Ich war dann natürlich der einzige, der am nächsten Morgen voll hektisch noch sein Auto wegfahren musste. Und kurz darauf kamen dann der Asphaltwagen und ein Kleinbus der Stadt und kippen den goben schwarzen Belag auf die Straße. Und dann sind sie nach einer Stunde auch schon wieder weg. Klingt eigentlich ziemlich nett von der Stadt, nicht? Hmm. Kritik? Aber ja. Die Gullideckel liegen ungefähr 20 Zentimeter unter der Aspaltdecke, das heißt, dass ich mit meinem Fahrrad jetzt durch tiefere Schlaglöcher fahre als vorher. Aber gut, die Gullideckel kann man ja anheben. Irgendwann mal. Wenn wieder zuviel Geld in der Stadtkasse ist. Was noch. Nun, in der Nachbarstraße werden zur gleichen Zeit mehrere Wohnblöcke auf etwa 800 Metern länge saniert. Und jeden Tag rasen die schweren Baufahrzeuge auch durch meine kleine schnöde Straße. Also wird der Zustand der Straße in ein paar Monaten sich nicht sehr vom vorigen unterscheiden. Naja, wenigstens ist es erstmal alles schön schwarz. Noch mehr Kritik? Aber ja. Die Wasserwerke Leipzig wollen bis 2012 alle Wasserleitungen bleifrei haben. Wieso das jetzt? Also wird die Straße in den nächsten viereinhalb Jahren nochmal aufgerissen, damit die Wasserwerke neue Rohre legen können. Aha. Nun, dann hat die Stadt anscheinend gerade sinnlos eine Straße saniert. Und ich frage mich jetzt, was das wohl gekostet hat. Hat die Stadt denn zuviel Geld? Direkt gegenüber befindet sich ein Kindergarten. Dort steht ein Klettergerüst mit dickem Absperrband drum. Warum? Die kinder dürfen also nicht auf das Klettergerüst, weil es von unten wegfault.
Ich werde nichts sagen. Die Stadt hat übrigens die Möglichkeit, binnen fünf Jahren die Kosten Straßenausbesserungsarbeiten auf die Anwohner zu überschreiben. Ich werde wahrscheinlich auch dann nichts sagen. Aber dafür habe ich eine kleine Slideshow gemacht. Bitteschön:

Advertisements

Eine Antwort to “Leipzig und seine Gelder”

  1. Annika said

    Ob der Andreas einen Apostroph verdient oder nicht, entscheide immer noch ich – aber ich will ja nicht so sein 😉
    Wie ist denn euer neuer Asphalt bei Regen? Interessantes Thema, wirklich. Wir saugen uns Themen aus den Fingern und sollen jetzt auf ein mal ein bis zwei Mal am Tag bloggen, achne, nur zwei Mal die Woche…. =)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: